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18.07.2018, Kempten

Symposium Namhafte Referenten informierten über die neuesten Entwicklungen in Forschung und Therapie

Mit körpereigenen Immunzellen den Krebs bekämpfen

Das Immunsystem „scharf machen“ und damit Tumorzellen vernichten: Die Immunonkologie eröffnet viele neue Möglichkeiten in der Krebstherapie. Darüber berichtete auf einem Fachsymposium in Kempten Prof. Dr. Lars Bullinger, Direktor der Klinik für Innere Medizin an der Charité Berlin. Anlass für die Tagung war das 20-jährige Bestehen der heutigen Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Klinikum Kempten. Rund 60 Mediziner aus dem Klinikbereich, niedergelassene Ärzte sowie Fachpersonal waren der Einladung von Chefarzt Privat-Dozent Dr. Christian Langer und seines Vorgängers Privat-Dozent Dr. Otto Prümmer ins Kemptner Ärztehaus gefolgt.

Durch gezielte Aktivierung bestimmter Immunzellen könne bei vielen Tumorerkrankungen ein deutlich verbessertes Ansprechen auf die Therapie und eine längere Krankheitskontrolle erreicht werden, so Professor Bullinger. Er trug den Fall einer 54-jährigen Patientin vor, die an einem Hodgkin-Lymphom (vereinfacht: Lymphdrüsenkrebs) erkrankt war. Sie hatte mehrere Chemotherapien sowie eine Stammzelltransplantation erhalten – ohne Erfolg. Mit der neuen Therapie sei der Krebs nach sechs Monaten nicht mehr nachweisbar gewesen. Erfreulich sei auch, so der Spezialist, dass diese Behandlungen mit „deutlich weniger Nebenwirkungen“ verbunden seien.

Die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten sei rasant verlaufen, so Dr. Christian Langer. Vor 20 Jahren sei das menschliche Genom noch nicht entschlüsselt gewesen. „Mittlerweile ist es möglich, das gesamte Genom eines individuellen Tumors und Patienten innerhalb weniger Tage zu analysieren.“ Aus diesen Erkenntnissen könne in der „personalisierten Onkologie“ eine individuelle zielgerichtete Therapie für jeden einzelnen Patienten abgeleitet werden, erklärte Prof. Dr. Stefan Fröhling, Geschäftsführender Direktor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg.

Weitere Themen waren u.a. die Hämatologie als „Triebfeder der onkologischen Innovation“ und die Entwicklung der Palliativmedizin, die eine bessere Kontrolle der Krankheitssymptome ermöglicht.

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