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04.07.2018, Immenstadt

GZI Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit im Fachärztezentrum, Praxen, Hybrid-OP und neue Ärzte kennen zu lernen

Gesundheitszentrum Immenstadt mit neuen Fachärzten

„Immer mehr vernetzt zu arbeiten“, ist für Dr. Sophie Zötler ganz wichtig. Die Schwester vom Rettenberger Brauereichef unterstützt seit dem 2. Juli als Ärztin Joachim Altmann in der Kinder- und Jugendarztpraxis des MVZ im Gesundheitszentrum Immenstadt (GZI). Deshalb ist sie begeistert von der Möglichkeit, im GZI mit seinen 14 Fachpraxen zu arbeiten. „Manchmal ist es gut, wenn noch jemand anderer draufguckt.“ In den letzten 12 Monaten konnte das GZI weitere Fachärzte hinzugewinnen: Dr. Marita Hehl und Dr. Friederike Krämer in der Gynäkologischen Praxis sowie Dr. Daniela Sauter in der Onkologischen Praxis. Außerdem lud der neue Hybrid-Operationssaal im Neubau an der Klinik Immenstadt zu einer Besichtigung ein. Die Gelegenheit, die Praxen, OP und Ärzte kennen zu lernen, nutzten jetzt rund 1.800 Besucher bei einem Tag der offenen Tür.

Von dem „Gesamtpaket“ im GZI zeigte sich Alexander Dietl aus Rauhenzell recht angetan. Das sei ein gutes Angebot für die Versorgung der Menschen. Der 58-jährige pensionierte Soldat hatte sich u.a. auch in der Physiotherapie informiert: „Das interessiert mich generell.“ Was ihn besonders freut: „Mit dem Rad bin ich in drei Minuten hier.“ Einen kurzen Anfahrtsweg hat auch Sophie Zötler, die nach dem Studium in Innsbruck und beruflichen Stationen in Scheidegg und Memmingen wieder in Rettenberg wohnt.

Zötler, derzeit Ärztin in Weiterbildung zum Facharzt für Kinder und Jugendmedizin, sieht sich in ihrer Arbeit als Begleiter der Kinder und Jugendlichen von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr. Dabei möchte sie, seit gut einem Jahr Mutter der kleinen Clara, nicht nur Krankheiten heilen, sondern auch dazu beitragen, dass die Kinder und Jugendlichen gesund aufwachsen können. „Ich möchte den Eltern zeigen, was sie alles selber machen können.“ Michael Osberghaus, Geschäftsführer des Klinikverbundes, ist froh, dass mit Sophie Zötler die Kinderarztpraxis von Dr. Altmann weitergeführt wird, der sich nach und nach zurückziehen will. „Der Bestand ist auf lange Sicht gesichert. Ein Plus für die Familien in der Region.“

Einen ähnlichen Weg nahm vor etlichen Jahren die Praxis für Urologie in Immenstadt, die nach dem Rückzug des damaligen Urologen leer gestanden hätte. Der Klinikverbund siedelte die Praxis im GZI an und gewann mit Dr. Ekkehard Reichenbach-Klinke einen erfahrenen Facharzt. Reichenbach-Klinke (42) war knapp 10 Jahre und zuletzt als Oberarzt in der Klinik für Urologie am Klinikum Kempten. Er freute sich über die Gelegenheit,  sich nun dem „sehr breiten und spannenden Spektrum der ambulanten Urologie“ zuwenden zu können.

Für den Urologen, seit 15 Jahren im Allgäu beheimatet, war auch der Standort im GZI ideal. Er schätzt die „kurzen Dienstwege und die gute Kommunikation mit den anderen Fachpraxen und der Klinik.“ Seiner Meinung nach gebe es kaum Standorte mit einer solch guten medizinischen Infrastruktur wie in Immenstadt. Das gefällt auch Evelin Weiß, die sich nach einem Rundgang mit ihrem Mann auf der Terrasse zu den Klängen der „Washhouse Basement Stompers“ entspannt. Die 61-jährige Verwaltungsangestellte aus Blaichach findet es gut und vorteilhaft, dass die Nähe der Praxen den gegenseitigen Informationsaustausch ermöglicht.
Großes Interesse bei den Besuchern weckte auch der neue Hybrid-Operationssaal, der seit einigen Monaten in Betrieb ist. Er bietet große Vorteile vor allem beim Einsatz einer Gefäßprothese in eine verengte Brust- oder Bauchschlagader, erklärte der Chefarzt für Gefäßchirurgie, Dr. Joachim Rogg (53). An einem Glasmodell demonstrierten er und sein Kollege Dr. Roland Tines vor rund 80 Zuschauern einen solchen Eingriff, der bislang etwa 20 Mal in dem Saal durchgeführt wurde. Möglich sind auch Eingriffe an der Halsschlagader oder die Verlegung von Bypässen in den Beinen. Die Unfallchirurgen nutzen die neue Technik ebenfalls, vor allem bei komplexen Frakturen.
Dank einer Hochleistungs-Röntgenanlage sind dreidimensionale Aufnahmen von Gefäßen oder auch Knochen in höchster Präzision selbst während der Operation möglich. „Wir können damit viel mehr Aufnahmen machen, entsprechend brauchen wir weniger Kontrastmittel. Auch die Strahlenbelastung für Patienten und Personal ist geringer“, so Dr. Rogg. Insgesamt werde die OP-Zeit verkürzt, der Patient sei schneller wieder fit. Zusammen mit dem Hybrid-Operationssaal im Klinikum Kempten gebe es in der Region keine bessere gefäßchirurgische Abteilung, freut sich der Gefäßspezialist. Die nächste vergleichbare Ausstattung finde man erst in Augsburg.

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