Zu den Inhalten springen
30.11.2017
, Kempten
Clip schließt undichte Herzklappe
Kardiologen, AOK und Deutsche Herzstiftung informierten am Klinikum Kempten

Gemeinsame Infoveranstaltung zum Thema Herzschwäche (von links): Prof. Dr. Wulf Ito, Prof. Dr. Oliver Zimmermann, Peter Schwendinger (Deutsche Herzstiftung), Dr. Matthias Graf, Prof. Dr. Jan Torzewski und Günther Erdtl (AOK). Foto: Peter Aierstock

Das Herz ist der Motor des Lebens. Ist es gesund, schlägt es 60 bis 80-mal schlägt pro Minute. Auf diese Weise pumpt es in 24 Stunden rund 17.000 Liter Blut durch den Körper. Doch was passiert, wenn der Motor seine Kraft verliert und schlapp macht, so dass es zu einer chronischen Herzschwäche kommt? Darüber informierten sich rund 70 Zuhörer bei einer Infoveranstaltung mit Herzspezialisten des Herz- und Gefäßzentrums Oberallgäu-Kempten in Zusammenarbeit mit der AOK und der Deutschen Herzstiftung. In den Fokus stellten die Chefärzte Prof. Dr. Wulf Ito und Prof. Dr. Jan Torzewski und sowie leitender Oberarzt Prof. Dr. Oliver Zimmermann und Dr. Matthias Graf die Therapiemöglichkeiten und therapeutischen Fortschritte bei Herzinsuffizienz.
Chronische Herzschwäche sei der häufigste Grund für eine Einweisung ins Krankenhaus. Jeder Patient mit einer Herzinsuffizienz bedürfe einer Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie). Notwendig seien zudem ein EKG und meist auch ein Belastungs-EKG. Die ärztlichen Spezialisten führen gegebenenfalls weiter eine Katheteruntersuchung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) durch.
Eine häufige Folge der Herzschwäche ist die Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralklappen-Insuffizienz). Bei Patienten, für die ein herzchirurgischer Eingriff ein zu hohes Risiko sei, kommt im Herz- und Gefäßzentrum Oberallgäu-Kempten die MitraClip Therapie infrage. Minimalinvasiv wird dabei über einen Katheterzugang durch die Leiste ein Clip an der Mitralklappe befestigt, so dass diese wieder besser schließt.
Häufige Begleiterscheinungen, die zur Verschlechterung der Herzschwäche führen, sind Herzrhythmusstörungen. Wenn Medikamente nicht helfen, wird im elektrophysiologischen Herz-Katheter-Labor am Klinikum Kempten eine sogenannte Katheter-Ablation durchgeführt. Die Therapie erfolgt mittels eines speziellen Katheters. Dieser wird über die Leiste in das Herz eingeführt. Anschließend werden dort die Stellen verödet, welche für die Rhythmusstörung ursächlich sind. Die AOK Kempten und die Deutsche Herzstiftung standen für die Besucher mit Infoständen bereit. (cis)

Kontakt

Pressekontakt:

Christine Hartke
Telefon: 0831 530-3222
Mobil: 0151 14841974
E-Mail: christine.hartke@kv-keoa.de

Christian Wucherer
Telefon: 0831 530-3328 oder 08323 910-340
Mobil: 0176 21018501
E-Mail: christian.wucherer@kv-keoa.de