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11.11.2017
, Oberstdorf
Hoffnung für das schwache Herz
Herzwoche: Chefarzt Dr. Ulrich Bäcker erläutert neue Aspekte in der Therapie

Dr. Ulrich Bäcker

„Die Herzschwäche bleibt eine ständige Herausforderung an die Wissenschaft, vor allem aber an die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.“ Dies betonte Dr. Ulrich Bäcker bei einem gut besuchten Vortrag in der Klinik Oberstdorf im Rahmen der bundesweiten Herzwoche der Deutschen Herzstiftung. Jährlich würden über 444.000 Patienten in Deutschland mit einer Herzinsuffizienz in ein Krankenhaus eingeliefert, rund 45.000 würden daran sterben. Als „wirklichen therapeutischen Fortschritt“ bezeichnete der Chefarzt der Inneren Medizin das Medikament Sacubitril, das seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist. Dieses senke die Notwendigkeit einer stationären Behandlung sowie das Sterblichkeitsrisiko um über 20 Prozent.
Anders als noch vor zehn Jahren sei heute nicht mehr ein dauerhafter Bluthochdruck vorrangige Ursache der Herzschwäche, sondern die Verengung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit). Denn diese werde immer häufiger. „Herzklappenfehler hingegen, welche früher sehr bedeutsam waren, könnten heute frühzeitig repariert werden, bevor sie am Herzmuskel einen schwerwiegenden Schaden hinterlassen“, unterstrich Dr. Bäcker.
Jeder Patient mit einer Herzinsuffizienz bedürfe einer Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie). Notwendig seien zudem ein EKG und meist auch ein Belastungs-EKG. Die ärztlichen Spezialisten führten gegebenenfalls weiter eine Katheteruntersuchung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) durch. Ergänzend habe die Labordiagnostik mit dem sogenannten „proBNP“ wieder an Bedeutung zugenommen. Im Anschluss beantwortete Dr. Bäcker zahlreiche interessierte Fragen der Zuhörer. (cis)


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